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Mit den Neuen

Mitte September trafen sich in Köln rund zwanzig Bauexperten zur Jurysitzung des RM Sanierungspreis 2019. Erstmals waren Vertreter der beiden neuen Kategorien „Ausbau“ und „Bauwerkserhaltung“ dabei. Die Einreichungen belegten einmal mehr das hohe Niveau der aktuellen handwerklichen Sanierungsleistungen; die ermittelten Gewinner stehen beispielhaft für ihr Gewerk.

Jurysitzung Sanierungspreis 2019

Für Dirk Bollwerk, Juryvorsitzender und ZVDH-Präsident, zählt vor allem die Liebe zum Detail: „Ich möchte das Herzblut des Handwerkers für sein Bauwerk spüren, ich möchte die liebevolle Ausgestaltung und die sorgfältige Arbeit sehen: Das macht für mich einen wesentlichen Teil bei der Bewertung aus.“ So fiel denn auch ganz klar eine Einreichung aus dem Raster: „Auch wenn wir die Arbeit mit Drohnen durchaus begrüßen, denn Drohnenfotos erleichtern auf vielerlei Weise das Arbeiten des Dachdeckers, sie sparen Zeit, Material- sowie Personal-Einsatz und helfen zum Beispiel bei schwer zugänglichen Gebäuden. Aber für eine Bewertung ist es nicht ausreichend, nur Drohnenaufnahmen zu senden, auf denen dann keinerlei Details zu erkennen sind. Und auf diese kommt es bei der Bewertung an, denn hier kann man die oft nur kleinen, aber feinen handwerklichen Unterschiede entdecken, die den Ausschlag für das Gewinnerobjekt geben“, führte Bollwerk aus. Und über diese Details wurde oft sehr engagiert diskutiert, manchmal auch unter starker Dehnung des Zeitrahmens.

Einfache Frage, lange Antwort

Die Jurysitzung des Preises findet bereits seit vielen Jahren statt, manche Beteiligten kennen sich mittlerweile gut und freuen sich auf die fachliche Diskussion im Expertenkreis – man könnte sagen: „läuft“. Aber in diesem Jahr gibt es ein Novum: der Preis wird erstmals in den Kategorien „Ausbau“ und „Bauwerkserhaltung“ vergeben. Angesichts auch der neuen Kategorien nutzte die vergrößerte Experten-Gruppe die Gelegenheit zur Diskussion: Zählt eine Erweiterung um einen Neubau ebenfalls zu einer Sanierung? Welchen Stellenwert hat eine gut gemachte Restaurierung im besten Sinne der Denkmalpflege gegenüber einer energetischen Aufwertung? Ist ein Ersatz mit modernen, vorgefertigten Baustoffen tolerierbar?

Die neuen Kategorien positionieren sich

Architektin Monika Göddeker, Vorstandsmitglied BAKA Bundesverband Altbauerneuerung und Juryvorsitzende der Kategorie „Bauwerkserhaltung“ formulierte die Anforderung an die Einreichungen und ihre Juror-Kollegen so: „Gerade bei dieser Kategorie kommt es auf den Gesamteindruck an. Die Leistung bezieht sich hier nicht nur auf die Fassade oder den Innenausbau oder die Wahl eines bestimmten Baustoffs. Sondern es gilt, alle ausgeführten Arbeiten in ihrer Gesamtschau zu würdigen.“ Der ermittelte Gewinner, so viel sei an dieser Stelle verraten, erfüllt diesen Anspruch nach Ansicht der Jury vorbildhaft.

Ralf Thießen, Juryvorsitzender der Kategorie „Ausbau“ formulierte ebenfalls einen Anspruch an sein Juroren-Team und die erstmalige Auszeichnung einer Ausbau-Leistung mit dem Sanierungspreis: „Im Konzert der traditionellen Handwerke spielen der moderne Trockenbau und auch der Ausbau eine besondere Rolle. Ich freue mich, zu sehen, wie die hier vorgestellten Objekte die Herausforderungen angegangen sind.“

Die Gewinner des RM Sanierungspreis stehen also fest. Die Verleihung des RM Sanierungspreis 2019 erfolgt am 6. März 2020 in Köln. Haben Sie ebenfalls vorbildhafte Leistungen erbracht? Wir verleihen den kommenden RM Sanierungspreis im Jahr 2020 zum zehnten Mal! Seien Sie dabei und freuen Sie sich auf die eine oder andere Jubiläums-Überraschung.

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